Druckschrift 
4 (1843)
Entstehung
Seite
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Dann mit einem Seufzer wandte sie sich zu Hilpard undfuhr ruhiger fortJa, Du hast Recht das Unglückhat mich Viel gelehrt. Und obgleich das Unglück oft un-fern Stolz nur nährt, statt ihn zu ersticken, so hast dochDu ja Du mich erkennen gelehrt, daß mehr wahrerAdel in den derben und frischen Kindern des Volkeswohnt, als in mancher Brust, welche das königliche Pracht-gewand umwallt. Verzeih mir, und die Tochter Carlsdes Großen soll noch eine Mutter der Gemeinen werden,welche Dich ihren Bruder nennen dürfen!"

Mit gänzlich geschmolzener Seele beugte sich Robinvon NedeSdale über die ihm zum Kusse dargereichte Hand,und seine rauhe Stimme zitterte, als er antwortete, ob-gleich diese Antwort nur die Gestalt eines Gebetes an-nahm.

Und jetzt," sagte die Fürstin lächelnd,um dauern-den Friede» zwischen uns Herzustetten ich überwindemich ich gebe Deinem Rathe nach. Noch einmal flüch-tig, verlasse ich die Stadt, welche Heinrichs unbeachtetenKerker in sich schließt. Sieh, ich bin bereit. Wer wirdMargarethen in diesem Anzug erkennen? Führe Du mich!"

Erfreut, diese veränderte, unterwürfige Stimmungbenützen zu können, schlug Robin augenblicklich den Wegdurch einen schmalen Gang ein nach einer kleinen Thüre,welche zu dem Strom führte. Hier wartete Hugh miteinem kleinen Boot, das an den verwitterten, verfärbtenTreppen sich schaukelte.

Robin verhinderte durch eine Geberde die Absicht