Druckschrift 
4 (1843)
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nicht Einen Mut.ersohn auffordern, Lanze oder Streitartfür Dich zu ergreifen!"

So entschlossen und bestimmt sprach dieß Robin vonRedeSdale, daß das hochmüthige Auge der Königin beiseinen Worten beschämt sich zu Boden senkte; und ihreSchlauheit, oder ihre Einsicht, welche rasch und scharfwar, wo nicht ihre Leidenschaften ihre UrtheilSkraft blindoder taub machten, kehrte ihr sogleich wieder. WenigeFrauen thaten es ihr die einst das Idol des Rittersund des Minstrel» gewesen, gleich in dem überwältigen-den Zauber, den sie in ihren glücklicheren Stunden aus-zuüben vermochte. Ihre Leutseligkeit war so herzgewin-nend, als ihr Zorn schrecklich und wild; und mit würde-voller, einnehmender Freimüthigkeit bot sie ihre Handihrem Verbündeten dar, wie sie mit süßer, bescheidener»weiblicher, beinahe bereuender Stimme antwortete:

Oh, Muthvvllster und Treuergebenster der Freunde,verzeih Deiner unglückseligen Königin. Ihre Sorgenzerrütten ihr das Gehirn; schilt sie nicht, wenn sie ihrauch die Reden verbittern. Heilige im Himmel! werdetIhr nicht Margarethen verzeihen, wenn zu Zeiten ihreNatur statt der Milch der Mutter ein Strom von Galleund Blutdurst wird wenn Ihr, von Eurem Sitze desheitern Friedens herab, seht, in welch einer Welt desKampfS und der Lüge sie, ein Weib, in ei» anderesGeschlecht durch die Nothwendigkeit verwandelt wurde!"Sie hielt einen Augenblick inne, und ihr emporge-schlageneS Auge vergoß große und häufige Thränen.