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und welthistorische Begebenheit, durch Ereignisse, die mir einige wenigePersonen betreffen, als durch solche, die ganze Nationen in Bewegungsetzen, geschehen kann, wenn cS auch in dem einen Falle leichter gelingensollte, als in dem anderem Welchen Gegenstand er auch zur Bearbei-tung wählt, so muß der Dichter immer von ihm aus ans einen allgemei-nen Standpunkt führen können; wenn ihm auch sein Stoff wenig sinn-lichen Rcichthnin darbictct, muß er ihm doch immer Gestalt und Bewe-gung, also sinnliches Leben, mitthcilcn können. Alsdann aber hat ersein Geschäft vollendet, und die epische Wirkung ist nnlängbar vorhanden.Verbindet man mit der Epopöe Nebenbcgriffc von dem Umfange des Ge-dichtes und der Größe der Handlung, mischt man unwesentliche Dinge,wie die Fabel und das Wunderbare hinein, so ist das allein der Fehlerder Kritik. Alle diese Forderungen fließen nicht aus dem Wesen des epi-schen Gedichtes, sic sind bloß von den vorhandenen Mustern, welche un-möglich allen künftigen Erweiterungen Gränzcn verschreiben können, her-gcnommen, und sind endlich nicht einmal an und für sich fest und sicherbestimmt.
Jndcß lassen sich dieselben dennoch auf etwas Bestimmtes zurückfüh-rcn; sic kommen alle darin überein, daß der Stoff der Epopöe ins Glän-zende, Sinnlichreichc bearbeitet werden muß; und zwischen einem Gedichte,in welchem dies geschehen ist, und einen: anderen, in dein, wie z. B. indem nnscrigcn, eine größere Einfachheit, und ein geringerer sinnlicherNcichthum herrscht, ist ein unverkennbarer Unterschied. Wenn es daherauch leicht ist, jene Anforderungen einzeln zurückznweiscn, und es sogarmit Zkccht lächerlich zu machen, wenn man nur Könige und Helden, unddiese in einem feierlichen und majestätischen Aufzuge auf den: Schauplatzdes Dichters sehen will, so bleibt cs darum nicht weniger gewiß, daß,wenn der Dichter sich mit lauter sinnlich großen Gegenständen nmgicbt,er auch unsere Einbildungskraft in einen höheren und sinnlicheren Schwungversetzt, als wenn er sich nicht über den gewöhnlichen Kreis unseres Le-bens erhebt. Sobald man sich an diese verschiedene Stimmung derPhantasie hält, und nicht gerade auf diese oder jene Beschaffenheit desStoffes dringt, so wird inan den großen Unterschied beider Behandlungennicht allein nie verkennen, sondern auch fühlen, wie wichtig es ist, beidenicht mit einander zu verwechseln.
Ginge dieser Unterschied den Begriff des epischen Gedichtes nichtweiter an, beträfe er bloß die Wirkung desselben überhaupt, nicht gerade