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stehen kann, sa hat sic, indem sic ihre Form geltend macht, keine Schwie-rigkeit zn bekämpfe», keinen Streit zu schlichten, keinen Widersprach auf-znlöscn. Es »ins; also von allen Seiten Ruhe hervorgeheiu
1. ans der Parteilosigkeit, welche jeder bloß betrachtenden Stiin-mnng eigen ist;
2. ans der Idealität nnd der Einheit der Knust;
3. endlich ans der Anwendnng der Knnst ans jene Stinnnnng, alseinen ihr ähnlichen Stoff.
Aber in Rücksicht der Materie ist diese Achnlichkeit nicht in gleichemGrade vorhanden, da die beschauende Stimmung vermöge des darin zu-gleich herrschenden intelleetncllcn Vermögens nicht durchaus sinnlich, nnddurch ihre bloß objcetive Parteilosigkeit nnd Allgemeinheit gewissermaßenkalt nnd trocken ist. Die Einbildungskraft muß demselben also von ihrerSinnlichkeit und ihrem Feuer leihen, nnd sich daher zn einer Kraft stim-men, welche nicht der rüstigen nnd furchtbaren gleicht, mit der Hinder-nisse bekämpft, sondern der wohlthätigen nnd üppigen, mit der nettes Da-sein hcrvorgebracht, oder schon vorhandenes gestärkt und genährt wird.
Die volle nnd ruhige Kraft ist es, welche das Leben erhält nnd er-höht. Denn sic kann nicht cmS Armuth erschöpft, und nicht durch Wider-stand anfgerieben werden. Keinem anderen Dichter kann inan daher mitRecht so viel Leben zuschreibcn, als dem epischen; nnd wo fände man auchwohl ein höheres, regeres, sinnlicheres, als in der Ilias und Odyssee'?
I.XI.
Weitere e-chltdcrang einer rein epische» Stünninng.
So wie der epische Dichter von dem höchsten Leben beseelt ist, somalt er auch eigentlich die ganze Dauer desselben, da hingegen der lyri-sche (um unter diesem Namen alles znsaniincnznfassen, was jenem entge-gcnstcht) nur einzelne Zustände schildert. Denn er allein bringt eineStimmung hervor, welche durch das ganze Leben fortdancrn kann.
Wie wir cs in unserer eigenen Erfahrung wirklich, aber nur dannantreffcn, wenn wir eine längere Zeit in unsere Erinnerung znrückrnfcn,so gicbt cs unserer Empfindung immer neue Modificationcn, läßt dieselben