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rem, als anS der Natur der Einbildungskraft und der verschiedenen Mög-lichkeit dichterischer Wirkungen ablcitcn. Denn nur in sofern eS der all-gemeinen Beschaffenheit unserer Phantasie nach eine dichterische Stimmunggiebt, die von allen anderen wesentlich verschieden ist, kann derselben eineeigene Gattung entsprechen, sei es eine eigene DichtnngSart, oder eineeigene Dichtcrindividnalität, je nachdem jene Stimmung ein verschiedenes,oder nur eine (snbjcctiv) verschiedene Behandlung desselben ObjeetS ver-langt.
DicS also ist die Quelle, zu welcher man immer znrückkchrcn muß.Der EinthcilnngSgrnnd aller wesentlich verschiedenen DichlnngSartcn istallein die Ratnr der dichterischen Einbildungskraft und des allgemeinenZnstandeS der Seele, den sic in jeder einzelnen bearbeitet. Die Unter-suchung dieser beiden Stucke, für sich und in ihrer Bcrbindnng, giebt denCharakter jeder einzelnen DichtnngSart, die snbjectivc Stimmung, anSder sic entsteht, und die sie wiederum hcrvorbringt, und ans dieser läßtsich die objcctivc Definition ablcitcn.
I.IV.
Allgcmciuri bhucaktcr dcr t^pepcc. — Aus wclcbcr Stimmung der Scclc du»Bcdürfniß zur epischen Dichtung hecflicpt.
Wenden wir diese eben beschriebene Methode ans unseren Gegen-stand an, so sind die Hanptbcstandthcilc dcr Wirkung, welche dcr epischeDichter hcrvorbringt, lebendige sinnliche Thätigkeit, fortrcißcndeS Interessean dcr Entwickelung dcr dargestclltcn Begebenheit, uneigennützige Ruhe,und ein weiter und großer Ucbcrblick über die Natur und die Mensch-heit, und ihr gegenseitiges Verhältnis; gegen einander.
Daher verlangt man objcctiv eine wichtige und merkwürdige Hand-lung, welche eine Masse von Individuen in große Bewegung setzt, hcroischc Personen und Thcilnahmc höherer Naturen, wodurch dcr Einbildungs-kraft dcr nöthigc Schwung ertheilt wird, und einen gewissen Umfang desPlanes, innerhalb dessen man durch eine gewisse Menge von Objectengeführt wird. Das Charakteristische der epischen Dichtung scheint alsodarin zu liegen, daß sic nnS ihren Gegenstand ans daS lebendigste und