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1. Er ist nicht bloß durchaus objeetiv und echt künstlerisch, son-dern auch iui genauesten Perstande iuiuier bildend und episch; was erzeichnet, ist (Gestalt und Bewegung, ist sinnlich anschaulich, ein reinesErzeugnis; der bildenden Phantasie.
2. Sein Stoff, daS, waS sich in seinen Schilderungen eigentlichdarstcllt, waS ans ihnen, wie ans einem feinen Schleier, immer hervor-blickt, was wir immerfort, aber nie anders als in sinnlicher (Gestaltund in lebendiger Bewegung sehen, ist die innere "Menschheit, die Piaffevon Gedanken und Gefühlen, zu denen das Geniüth gelangt, wenn csin seinen vollen dreisten sich selbst und die Natur außer sich umfaßt; dieMenschheit in ihrer höchsten Bollcndnng und ihrer einfachsten Wahrheit.
3. Die hohe Wirkung, die einerseits durch den Gehalt, den derDichter in seinen Stoff legt, andererseits durch das Dichterische der Dar-stellung entsteht, wird noch dadurch verstärkt, daß für die letztere nichtsmehr gethan ist, als die vollkommene Objeetivität erfordert, nirgendsaber ein überflüssiges Eolorit anfgctragen ist, wodurch nun thcits dieFormen reiner und bestimmter hervortrcten, theils der Stoff selbst einenum so tieferen und rührenderen Eindruck macht, als er nackter und einfa-cher erscheint.
Berlierl nun unser Dichter, wie wir in einem der vorigen AbschnittesXG) gezeigt haben, ans der einen Seite gegen die Werke der Alten ansinnlichem Reichthnm, so erlangt er dies ans der anderen in gleichemGrade, und zwar durch eine Kühnheit wieder, durch die er ans einmalalles nnfzngebcn scheint. Denn nichts droht ans den ersten Anblick allerKunst so große Gefahr, als die schlichte Wahrheit, die so leicht zn dembloß Prosaischen hcrnntersinkt, als die Innigkeit, die zu tief in unsherabznstcigcn, zn sehr in unser wirkliches Gefühl einzngreifen scheint,um sich noch wieder von da zn einem identischen und künstlerischen zn er-heben. Gerade hier aber zeigt sich die Stärke des Dichters, und das ge-rechte Bertranen zn seiner Kraft. Nicht indem er seiner Stimmung einenheftigen und leidenschaftlichen Schwung giebt, sondern indem er seinemGegenstände dadurch, daß er alles in ihm znsammcnfaßt, eine unendlicheAusdehnung erthcilt, hebt er ihn ans der Wirklichkeit empor; nicht dadurch,daß er ihn von der Natur entfernt, sondern dadurch, daß er ihn ganz inihr, aber sie selbst mit ihm in ihrer wahren und ursprünglichen Gestaltausfaßt, erhält er ihn innerhalb deö Gebietes der Einbildungskraft.