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liung der äußeren ilc'atnr, immcr ruhig und bildend, und fügt alle ein-zelnen Theile des Ganzen fest in einander. Er läßt die Individualität,die er darstcllt, ans allen Kräften der Seele zugleich hervorgehen, ver-webt sic in alle Gedanken, alle Empfindungen, alle Acnßcrnngen deSCharakters, zeigt denselben Charakter in Verbindung mit anderen; nndführt ihn unserer Einbildungskraft so in seinem ganzen Sein nnd Wesenvor, daß wir ihn nicht bloß in einem einzelnen Augenblicke, einer einzel-nen Stimmung, sondern so erblicken, wie er überhaupt immcr ist, seineEntwickelungen verfolgen, seine Fortschritte bcurthcilen können. Er läßtnicht nach, genau nnd vollkommen zu erforschen, wie eine ungewöhnlicheEigcnthümlichkeit, die sich ihm auf seinem Wege dichterischer Erfindungdarbietet, in einem menschlichen Gcmüthc als reine Wahrheit bleibendsortdanern, wie sie sich zu den übrigen nothwendigcn nnd rein menschlichenEmpfindungen verhalten, wie sich an andere Eigcnthümlichkeiten anschlic-ßcn, wie durch die Verbindung mit ihnen und ihr eigenes natürlichesFortschrciten nmgcstaltcn kann, nnd er ruht nicht eher, als bis auch wirdies in seiner Darstellung deutlich wiedercrkenncn. Er bleibt daher nieeinzeln bei ihr stehen, sondern erweitert sic ans eine unendliche Fläche, undstellt sich immer in den Mittelpunkt, in dem sich doch endlich alles, wasnur irgend menschlich heißen kann, nothwcndig mit einander vereinigenmuß. Dadurch wird sic nun, wie ungewöhnlich sie auch an sich seinmöchte, in seiner Schilderung wirklich zur Natur, erscheint weder als dieFrucht einer augenblicklichen Ucberspannung der Einbildungskraft, einerkünstlich übcrgetricbcnen Empfindung, noch als die Folge eines Schwun-ges des Geistes zu einer Höhe, ans der er sich nicht zu Halten vermag;sondern als das wahre Resultat aller Gemüthskräftc in ihrem reinenZusammenwirken.
Es kommt nur darauf an, recht menschlich gestimmt zu sein, umdas Außerordentlichste und das Einfachste in denselben Kreis cinzuschlicßcn.Nur für den, welchen: es, wie bei den Alten nothwcndig noch der Fallsein mußte, an Reichthnm und Mannichfaltigkeit der inneren Erfahrungfehlt, liegen gewisse Richtungen, welche die Empfindung manchmal nimmt,außer den Schranken der natürlichen Wahrheit; nur der, welchem cs, wieso oft nnS Neueren, an jener hohen Einfachheit des Sinnes mangelt,weiß jenen seltenen Erscheinungen keinen allgemein verständlichen Aus-druck zu geben. Darum ist unser Dichter in einem höheren Grade, alsirgend ein anderer, wahrhaft menschlich zu nennen, weil kein anderer noch