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hier jenen überirdisch strahlenden Glanz entbehren mnß, so führt es unsdesto tiefer in uns selbst zurück. Wie viel wir auch, sagt es uns, an unsbessern und modeln, so erzeugt sich die eigentliche Gestalt, die wir anneh-men, doch allein und uns unbewußt, aus uns selbst; gerade die Gefühle,die uns am mächtigsten beherrschen, schießen wie Blitze aus unbekanntenTiefen unseres Jchs hervor, durchstrahlen unser ganzes Wesen so lebendig,und heben es so ganz aus den gewohnten Kreisen unseres Daseins heraus,daß wir durchaus als veränderte Menschen erscheinen.
Durch eine so wundervolle Umwandlung Hermanns ans ihre nurerst dunkel geahnte Ursache, durch die kraftvollen Worte, durch die seinVater das Schicksal seines Vaterlandes und das Glück seiner Familiein einen herzlichen Wunsch vereinigt, auf ihn selbst vorbereitet, wie trittda Dorotheens Gestalt doppelt bedeutend hervor!
Nachdem Hermann seine Erzählung geendigt hat, cntspinnt sich einGespräch zwischen ihm, seinen Eltern und seinen Freunden. Die Hand-lung geht fort: sein Vater macht ihm Vorwürfe über sein zu blödes undstilles Betragen; der bescheidene Sohn weicht den Vorwürfen aus undverläßt das Zimmer. Der Leser ist nun in das Interesse gezogen; ersicht eine Begebenheit anfangcn, die ihm durch die darin verwebten Cha-raktere wichtig wird. Mit inniger Thcilnahmc folgt er der Mutter, wiesie dem Sohne nachgeht. Sie findet ihn auf dem Hügel, der Grünzeihrer Besitzungen, unter einem Baume sitzend.
Dies ist wieder eine der Stellen, in welchen der Dichter seine Kunstoffenbart, durch die Stimmung der Einbildungskraft des Lesers seinenFiguren Größe und Charakter zu geben. Mit dem Rücken gegen dieMutter gekehrt, sitzt Hermann, auf den Arm gestützt, und scheint in dieGegend zu schauen, jenseits nach dem Gebirge. Wie er sich zur Mutternmwendet, sieht sie ihm Thräncn im Auge. So überraschen wir ihnmitten in seinen einsamen Selbstbetrachtungcn, und schon der Ort, ans dem wirihn antrcffen, macht uns diesen Moment bedeutender. Am Ende deslangen Weges, den wir, unruhig suchend, mit der Mutter zurückgelegthaben, auf einer Höhe, von der wir auf das Städtchen und die Wohnunghinabschauen, die wir eben verließen, mitten in einem kräftig fluchendenKornfelde, steht ein Baum, dessen Alter sich schon so weit in die vorigenZeiten zurückcrstrcckt, daß die Hand unbekannt ist, die ihn gepflanzt hat.Unter ihm sitzt Hermann.
Welchem Leser werden hier nicht Augenblicke seines Lebens Unfällen,