Menschen leben, naturgemäß für die Erhaltung der Art, d. h.für den Uebergang in Tänien, keine Bedeutung zukommt, weilsolche nicht von Hunden verzehrt werden; letztere holen sich ihreI'nonia eellinoeoeeus durch den Genuß von Hülsenwürmernaus kleinen Schlächtereien, wo dieselben als krankhafte Theileunserer Hausthiere einfach fortgeworfen werden und nicht seltenin die Gossen und Rinnsteine gelangen. Da nun jeder dieserHülsenwürmer, die besonders in der Lunge und Leber beiSchweinen, Rindern und Schafen Vorkommen, tausende vonKöpfchen besitzt, so entstehen natürlich ziemlich ebenso viele Band-würmer im Hunde! In gut geleiteten Schlachthäusern werdendie Hülsenwürmer vernichtet, und so dürfen wir bei der zu-nehmenden Ausbreitung dieser nach vielen Richtungen hin segens-reich wirkenden Institute wenigstens auf eine Verminderung derEchinokokken hoffen. Welche Mengen Hülsenwürmer Vorkommen,lehrt eine kleine Statistik aus dem neu errichteten Schlachthausein Greifswald, wo innerhalb fünf Wochen 120 Rinder geschlach-tet wurden, von denen 54 Lungen und 21 Lebern wegen Hülsen-würmern vernichtet wurden; von 295 geschlachteten Schafenwaren 14 Lungen und 5 Lebern und von 569 Schweinen 8Lungen und 17 Lebern mit diesen Würmern durchsetzt gewesen.Wie viel wird in dieser Hinsicht noch auf dem Lande undzumeist nur aus Unkenntniß der Gefahren gesündigt? JederFleischer kennt diese „Wasserblasen" und schält sie aus denbefallenen Organen heraus; statt sie aber ins Feuer zu werfenoder auf andere ebenso bequeme und leichte Weise zu tödten,werden sie meist wie andere Abfälle einfach auf den Hof oderauf die Dungstätte geworfen, wo sie Hunden zugänglich sind.
Ueber die beim Menschen vorkommenden Saug Würmer(Trematoden) können wir uns viel kürzer fassen, denn diemeisten Arten, zu denen einige recht gefährliche Formen ge-hören, kommen in Ostasien und Afrika vor, auch ist uns ihre< 18 )