Wohnung, sondern oft auch Lager und Kost theilen, in allzuintimem Verkehr stehen; besonders gefährdet sind Personen weib-lichen Geschlechts, die nach der Statistik noch einmal so oftbefallen werden als Männer. Dies erklärt sich unschwer ausden Gewohnheiten vieler Frauen, recht vertraut und innig mitihren Hunden und Hündchen zu verkehren, sich lecken — wolltesagen küssen — zu lassen, nicht selten dasselbe Geschirr bei denMahlzeiten zu benutzen u. dergl. m. Aber auch sonst könnenHunde die Eier ihrer, wenn überhaupt, dann in großen Mengenvorkommenden Tänien in Räume ausstreuen, welche der Menschbenutzt und so zur Infektion Veranlassung geben. Tausendeund aber Tausende der Eier werden freilich zu Grunde gehen,aber was will das sagen bei Thieren, bei denen ein einzigesGlied etwa 500 Eier produzirt? Das eine oder andere Eikommt doch einmal an den richtigen Ort und die Infektion istvermittelt.
Hier können natürlich nur Vorsichtsmaßregeln helfen, dieman jedem Hunde gegenüber anwenden sollte, da Niemand vonihm wissen kann, ob er noch frei von diesen für den Menschenso bedenklichen Gästen ist. Für den Einzelnen ergeben sich dieMaßregeln von selbst, doch im Interesse der Gesamtheit sind alleMaßnahmen zu begrüßen und zu unterstützen, welche, wie hoheSteuern, die Zahl der Hunde vermindern oder darauf abzielen,Orte, die viel von Menschen frequentirt werden (Coupos derEisen- und Pferdebahnen, Wirthshäuser rc.) von Hunden frei zuhalten; die Hundebesitzer sollten aber nicht vergessen, daß sieihren Mitmenschen durch die noch immer allzu häufigen Ueber-tretungen dieser Maßnahmen nicht nur Unannehmlichkeiten,sondern Gefahren nach verschiedenen Richtungen bringen, unddas Publikum sollte endlich selbst weit energischer, als es geschieht,gegen die Rücksichtslosigkeiten der Hundebesitzer Front machen.
Beiläufig sei erwähnt, daß Hülsenwürmern, welche im
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