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Fig. 6. Der Leberegel(nat. Größe).
Entwickelung und damit die Infektionsquelle für den Menschennoch unbekannt, und die wenigen mitteleuropäischen Formen sindnur gelegentliche Schmarotzer beim Menschen. Es sind, abge-sehen von zwei überhaupt nur einmal beobachteten Arten ausdem Auge, zwei in den Gallengüngen der Leber, besonders bei Schafenlebende, selten auch den Menschen angehendeFormen: der Leberegel (DwtomnmIwpaticwm, Fig. 6) und der kleinereLancettegel (Owtoinum laneaolatnm).
Beide sind ziemlich über die ganze Erdeverbreitet und richten unter Schafen oftrecht bedeutende Verheerungen an. Nurvon dem größeren und gefährlicheren Leber-egel kennen wir, dank den Untersuchungenvon Leuckart in Leipzig, unsereserfahrensten Helminthologen, und einesEngländers, Th omas, die Entwickelung.
Man wußte schon lange) daß die Eier der Leberegel durchdie Gallengänge in den Darm und von da nach außen gelangen;auch wußte man, daß sie im Wasser einenbewimperten, langgestreckten Embryo(Fig. 7) entwickeln, der die Eischale ver-läßt und ziemlich träge im Wasser um-herschwimmt. Aus den Kenntnissen überdie Entwickelung anderer Distomen ver-muthete man, daß auch diese Embryonenin ein Wasserthier cindringen und dortweitere Umwandlungen durchmachenwerden, doch erst vor zehn Jahren gelanges Leuckart nach vielen vergeblichenVersuchen, dieses Wasserthier unter den vielen in Betracht kommen-den Arten herauszufinden; es sind junge Individuen einer weit
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Fig. 7. Jugendform des Leber-egels lsehr stark vergrößert).