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unter günstigen Umständen — wie genügendelFeuchtigkeit undWärme — auch kurze Zeit, selbst außerhalb des Körpers ihresWirthes leben können.
Alle Bandwurmglieder, deren Zahl je nach den Artenzwischen 3 und 1000 und darüber schwankt, produziren Eier,welche entweder direkt abgelegt werden und dann mit dem Darm-inhalte ihres Wirthes nach außen gelangen oder erst nach Zu-grundegehen der mütterlichen Glieder frei werden. Bei sehrvielen Formen ist in der Eischale bereits ein junges Wesen, derEmbryo (Fig. 1), enthalten, das mikroskopisch klein und meist vonkugliger Gestalt ist und in bestimmter Anordnung drei Paarekleiner Häkchen führt; in anderen Fällen werden die Eier auf
einer früheren Entwickelungsstufe ab-gelegt und erfahren ihre Ausbildungzu dem sechshakigen Embryo erstnach einem längeren Verweilen imWasser. Wie lange man aber auchsolche Eier und Embryonen aufbe-wahren möge — und sie vertragen in dieser Beziehung ziemlichviel —, so tritt niemals eine Weiterentwickelung ein, sie gehenvielmehr zu Grunde. Erst eine Aenderung der Existenzbedingungenführt hier zum Ziel; wir erreichen solche, indem wir in unserenLaboratorien die Bandwurmeier an geeignete Thiere verfüttern,sie also in den Darm dieser einführen.
Unter natürlichen Verhältnissen werden die Bandwurmeier,die, wie gesagt, in den meisten Fällen bereits einen Embryo ein-geschlossen enthalten, von verschiedenen Thieren direkt mit ihrerNahrung ausgenommen, und zwar handelt es sich hierbei nichtnur um höhere Thiere (meist Pflanzen- oder Allesfresser), diemit Bandwurmeiern verunreinigte Nahrung genießen, sondernvielfach gerade um niedere Thiere, Insekten, Asseln, Schnecken
n. s. w., von denen viele gradezu Kothfresser sind.
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Fig. 1. Sechshakige Jugcndformemes Bandwurmes vom Menschenisehr stark vergr.)