nahm Theil am Gespräch, und ließ da nicht alleinseinen Geist glänzen — auch sein Benehmen war sogefällig und herzgewinnend! Kein Hohn war aufseiner Lippe, kein Hochmuth auf seiner Stirne —nichts, was auch nur einen Augenblick das Bewußt-seyn seiner unermeßlichn Ueberlegeuheit über alleAnwesende verrathen hätte. Nach dem Essen, alswir uns zurückgezogen, traf mich sein Auge. WelcheFülle znrückgcdrängrer Beredtsamkeit lag darin! Unddaun mußte ich seinem Lob zuhören und durftenichts sagen! Ich fühlte Verdruß sogar in mei-ner Wonne. Wer außer mir hatte das Recht so gutvon ihm zu reden?
Der Ball begann; ich fühlte mich erschöpft undmuthlos. Falkland tanzte nicht; er setzte sich neben
mich — er drang in mich zu-O Gott! O Gott!
ich wollte ich wäre tobt!
Erasmus Falklaud Esq. an Lady EmilieM a n d e v i l l e.
Wie befinden Sie sich diesen Morgen, meineangebetete Freundin? Sie schienen mir blaß undkrank als wir uns letzte Nacht trennten, und ichbin ganz unglücklich bis ich etwas von Ihnen höre.O Emllic! als Sie mir mit solchen thränenschwereu,niedergeschlagnen Augen zuhörten; als ich Ihre Brustsich bei jedem Work heben sah, das ich Ihnen insOhr flüsterte; als ich bei einer zufälligen BerührungIhrer Hand, sie unter der meiuigen zittern fühlte: