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belästigen würden; eine» Tempel Hab' ich in meinemHerzen erbaut; ich habe darin eine Gottheit eingesetztund die Eitelkeiten der Welt sollen nicht die Ihnengeweihte Stelle entheiligen. Unser Abschied, Emi-lie — denken Sie dessen noch? Wie Ihre Handhaftete in der weinigen, wie Ihre Wange, obwohlnur einen Augenblick, an meiner Brust ruhte, undder Tbränen, welch« die Liebe hervorrief, aber dieTugend gleich an der Quelle heiligte? Nie warensich Herzen so nah und doch so getrennt; nie gab eseine so zärtliche und doch so gefahrlose Stunde. Lei-denschaft, Gram,, Wahnsinn Alles versank beim KlangIhrer Stimme, Md lag rnh'g wie ein tiefer See inmeiner Seele, ll'u abbia vcckuto il Icons arninsvsarsiall» »ola tun voce! ')
Ich riß mich von Ihnen los; ich eilte durch dasGehölz; ich stand am See, an dessen Ufern ich sooft mit Ihnen gewandelt bi», ich öffnete meine Brustden Winden, ich badete meine Schläfe mit demWasser. Thor der ich war! das Fieber, das Fieberwar innen! Aber nicht so, nicht so meine augebetete,schöne Freundin, sollte ich Sie trösten und aufrichten!Eben während ich schreibe, schmilzt dir Leidenschaftzur Zärtlichkeit und verbreitet sich sanft über IhrAndenken. Eine Tugend — so zart und doch so
*) Aus den letzten Briefen von Jacopo Ortis: ,,Dusahst den Löwen beim bloßen Laut deiner Stimmesein« Mildheit ablegen."