sein Herz senken, daß er mit Einemmal über dieKluft vergangener Jakre in den unentweihten Urständder Reinheit und Hoffnung zurückkehrte; vielleichtdachte ich an diesen Ausspruch, als ich zu Ihnenkam." „Ich weiß nicht," sagte Emilie, bei dieserAnrede tief errötheno, und darin bestand ihre ganzeAntwort auf die darin enthaltne Artigkeit, „ich weißnicht, woher es kommt: aber für mich hat dieseStunde immer etwas Schwermüthiges, — etwasTrauriges, wenn ich den schönen Tag mit all seinerPracht und Musik, seinem Sonnenglanz und Vogel-gesang sterben sehe."
„Und doch" versetzte Falkland, „hat, wenn ichmich in die Zeit zurückdcnke, wo meine Empfindun-gen mehr mit den Ihrigen gleichgestimmt waren,doch hat die Schwermut!), welche Sie empfinden,eine unbestimmte, unaussprechliche Süßigkeit in sich,die man gegen keine heitere Laune vertausche» möchte.Die Melancholie, welche nicht aus unsrem eignenwunde» Gemüth hervorgeht, ist wie Musik — siebezaubert uns im Verhältniß ihrer Wirkung aufunser Gefühl. Vielleicht liegt ihr hauptsächlichsterReiz (aber freilich um diesen beschreiben und ermes-sen zu können, bedarf es erst der Schuldbefieckungspäterer Jahrein der Reinheit der Quellen woraussie entspringt. Unsre E-npfindngen können noch nichtsehr curweiht und verdorben seyn, so lange sie nochden letdenschastloscn und ursprünglichen Eympathieenmit der Natur entspreche»; und die Traurigkeit, wo-
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