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vergoldeten Bäume. Mit ticfsinnenden, thränenvollenAugen sah sie stehend dem Untergang der Sonne zu.Ihre Seele war voll Trauer in ihr. Das Grün desEfeus, womit die Liebe zuerst ihr Werk überkleidet,war schon verblichen und sie sah jetzt nur die zerfalle-nen Ruinen, welche jener verhüllt batte. Dahinwar für sie jene Frische des uuentweihten Gefühls,das Alles mit einem ewigen Morgen von Sonnen-schein» Weihrauch und Thau umwebt. Das Herzkann den Fall oder den Bruch einer schuldlosen underlaubten Neigung überleben — „die Narbe bleibt,aber die Wunde heilt!" — aber die Liebe, die einKind der Nacht und der Schuld ist, gräbt sich mitunauslöschlichen, ewigen Zügen ins Herz ein. Jene,dem Blitze gleich, blendet häufiger als sie zerstört,und göttlich selbst in ihrer Zerstörungskraft, heiligtsie, was sie versengt; *) aber die andre gleicht demsichern, tödtlichen Feuer, das auf die Srädte desAlterthums fiel, und in die Schauer einer Wüste,die es schuf, das Andenken und die Ewigkeit eineSFluches einzeichnete. Eine leise, ans Herz dringendeStimme stahl sich in Emiliens Ohr. Sie wandte sichum — Falkland stand neben ihr. „Ich fühlte michunrnhig und unglücklich," sagte er, „und kam Sieaufzusuchen- Wofern, sagt ern Kirchenvater, einGchuldbelasteter und Elender auch nur einige Minu-ten das Antlitz eines Engels schauen könnte: eSwürde dessen Ruhe und Herrlichkeit sich so tief in') Nach jenem Glauben der Alten.