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Erste Bändchen (1835) Falkland. Erstes bis drittes Buch.
Entstehung
Seite
55
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LS

Die Krankheit, welche sie Mitten in der Saison

nöthigte, den Aufenthalt in London mit S-zu

vertauschen, hat ihrer Wange eine zartere Färbunggegeben als sie, denke ich, von Natur hat. IhreAugen sind hell, aber die Augenwimpern lang unddunkel; ihr Haar ist schwarz und üppig und sie trägtet aus eine ihr eigene Art; aber ihr Benehmen,Monktv»! wie kann ich Ihnen den bezauberndenReiz desselben schildern? so einfach und deßhalb sotadellos, so bescheiden und doch so innig, scheintsie, indem sie die Erfahrungen des Weibs mach-te, nur die Reinheit des Kindes vervollkommnetzu haben; und jetzt nach Allem was ich Ihnen ge-sagt, empfi ide ich mir noch tiefer die Wahrheit vonBakons Bemerkung, daß ,,da< Beste an der Schön-heit Dasjenige ist, was kein Gemälde ausdrückenkann."

Ich bin in Verlegenheit diese Schilderung zubeendigen, weil mich dünkt ich habe kaum angefangen;ich fühle kein« Last sie fort;usetzen, weil mir jedesWort klarer die Geheimnisse meines Herzens zu ent-hüllen scheint, welche ich gerne vor mir selbst ver-hehlt hätte. Noch liebe ich nicht; denn die Zeit istvorüber wo ich leicht in Leidenschaft gericth; aberich will mich nicht dieser Gefahr ausseyen, derenWahrscheinlichkeit vorauszusehen ich Profet genugbin. Nie soll dieß reine und unschuldige Herz durch«inen Mann entweiht werden, der sein Leben Hingabe,um ihm das leichteste Mißgeschick zu ersparen. Ich