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grosen Geschichtwerks) „in einem Sommerhaus inmeinem Garten schrieb. Nachdem ich dir Feder nie»dergrlegt, ging ich in einem Bogengang von Akazien,der eine Aussicht auf Land, See und Berge ge»währt, einigemal auf und nieder. Die Luft warmild, der Himmel heiter, die Silberscheibe des Mondsstralte aus dem Wasser uud die ganze Naturschwieg." Welch ein Gemälde! Wer mag sich nichtin die Gefühle eines Mannes versezzen, der ebendas Werk vollendet hat, das ihn unsterblich machenwird? Welch ruhige Fülle des Triumphs, einesfür Eitelkeit zu begründeten Selbstvertrauens athmetaus diesem Bild! Ich weiß nicht was poetischer ist,die erste Idee zu dem Werk, oder sein Schluß —jene „unter den Trümmern des Kapitols, währenddie tonsirtcn Mönche im Tempel Jupiters die Vespersangen," dieser in der Stille und Einsamkeit derNacht, unter de« Alpen Helvetiens. In einemsolchen Moment fühlte Gibbon, daß seine Seele, dieetwas so Herrliches hervorgebracht, nicht minder un-vergänglich sei als das Hervorgebrachte. Ich fürmeinen Theil hätte an seiner Stelle gefühlt, daßmeine Seele gröser sei als mein Genie; — dasGenie ist blos eine Anstrengung der Seele, di«Künstlerin ist gröser als ihr Werk.
Aber neue Gegenstände verlangen die Aufmerk-samkeit. Dort gegenüber liege» die Höhen vonMcillerie; — vom See aus gesehen unterscheiden siesich wenig von den benachbarten Felsen. Das Dorf