St
shne einen Heller, und hatte an einem jungen Mannevon den ausgezeichneten Talenten und der merkwür-digen Liebenswürdigkeit Karl Nngents warmenAntheil genommen. Heute saß er neben ihr; siesprachen über die Herzlosigkeit der Welt — ein Ge-genstand worüber Männer von ein und zwanzig undFrauen von fünf und vierzig Jahren besonders be-redt sind. Lady Lennox klagte, Nugent vertheidigte.„Mau spricht nicht viel über Unschuld," lautet un-gefähr eine Stelle in den Denkwürdigkeiten der Ma-dame d'Epinay, — ,,ohne sehr verdorben zu sein,"und nichts bringt unsere eigene Herzcnsgüte besserzu Tag, als eine Klage über die Herzlosigkeit derAndern.
„Eine vortrefliche Frau," dachte Nugent;"„welches warme Gefühl! — wie hübsch ihre Tochterist! O! eine bezaubernde Familie!"
Charlotte Lennor spielte eine rührende Melodie;Nugent lehnt« sich über das Piano; sie sprachenüber Musik, Poesie, Wasserfahrren, Gefühl undRichmond Hill. Sie verabredeten eine Lustpartie.Nugent schlief diese Nacht nicht zum Besten; gewißwar er verliebt!
Als er am folgenden Morgen aufstand, war esrin Heller, schöner Tag; Balfour, der beste derFreunde, sollte in einer Stunde bei ihm sein; Bal-fours Pferd, das beste der Pferde, sollte ihn nachRichmond tragen, und tu Rlchmond sollte er LadyLennor, die angenehmste der Mütter, und Charlotte,