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Viertes Bändchen (1836)
Entstehung
Seite
35
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auf derjenigen Bahn, welche den Eltern am meistenzusagt. Diese von selbst einleuchtenden Wahrheitenschienen jedoch für Adolf und Cölestinen nicht uner-schütterlich. Obivol Leztere eingcsperrt, Erster« be-wacht wurde, fuhren sie fort Briefe mit einander zuwechseln und zuweilen sahen sie einander sogar. IhreLiebe war keine vorübergehende Laune; troz allenSchwierigkeiten, Hindernissen, Gefahren war sie zuEnde deS JahrS inniger alt je. Cölestine halte hel-denhaft zwei junge, hübsche und glühende Kauflenteund einen sehr alten Bankier auSgeschlagen, der siein einem Jahr als Witwe zurütgelaffen haben würde.Adolf, der fröhliche, schöne Adolf, hatte jeder Plän-kelei, jeder Eroberung entsagt; alle Weiber wa-ren in seinen Augen schaal geworden, seit er Cöle-stine gesehen. Hatte jedoch die Zeit die LeidenschaftBeider noch verstärkt, so hatte sie ihre Aussichten ansendlichen Sieg keineswegs vergrösert: sie fingen anzu zweifeln, ja zu verzweifeln. Die Rose floh vonCölestivens Wange sie verwelkte; ihr Mund hatteall sein Lächeln verloren; ihre Gestalt war von ihrerFülle eingeschrumpfr; Thränen standen fortwährendin ihren Augen, und sie seufzte so tief, daß eS sämt-lichem Hausgesinde durchs Herz ging. Endlich wardsie unwol; das arme Mädchen wollte anS Liebe ster-ben. Die gewaltsamere Leidenschaft Adolfs brachteebenfalls üble Folgen hervor. Sein Puls brautefieberhaft; seine Sprache lautete oft unzusammenhän-gend; sein UrgroSvater war verrükt gewesen: Adolf