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gab es gar nicht! — nichts Lebendiges, das nicht ausseinem eigenen Moder ein ekkelhaftes Leben für an-dere Wesen erzeugt hätte. Ich betrachtete mich selbstund sah, daß meine Adern von einer Schöpfungstäubcheugroser Gestalten wimmelten, die aus demVerfall meines Selbsts hrrans in ihr unsauberesDasein sprangen, und das menschliche Schiksal durcheine gleiche Laufbahn von Liebe, Leben und Todnachäftrn. Ich glaubte Alles müsse ein Zauber sein»den ein Wechsel des Orts wieder abändern würde.Mit wahnsinnigem Grauen schloß ich die Augen undfloh im Dunkeln schnell davon; während meinerFlucht klang mir ein Gelächter in's Ohr; ich hieltaber nicht Stand, bis ich bei Lycia anlangte; den»sie war mein erster, unwillkürlicher Gedanke gewesen.Hatte mich bisher eine Sorge oder Angst ergriffen,so war ich stets an ihre Brust geflohen und hattemein Herz durch den Zauber ihrer süßen Stimmeberuhigen lassen. Jezt lag ich wieder zu ihre» Füßen,umschlang ihre Kniee und blikte flehend in ihr Ant-liz empor. Gott meiner Väter I der alte Fluch um-gab mich noch immer! Ihre Schönheit war fort.Es gab nichts Ganzes, kein einzelnes Leben in demWesen, das ich so sehr angebetet hatte. Ihr Lebenbestand aus einer Million von Leben, ihre reizendeGestalt aus zerbrökkelnden Atomen, welche denselbenZustand der Verwesung verbreiteten, der in derganzen übrigen Welt herrschte. Ihre zarten Farben,ihr schwarzes Haar, ihre würzigen Lippen — Pah! —
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