Druckschrift 
7 (1834)
Entstehung
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107
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XXIII.

Rochefoucanlt hat gesagt: der Haß gegen Günst-linge ist nichts Anderes als das Wohlgefallen anGunst; der Gedanke ist ei» wenig eingeschränkt;der Haß, den wir gegen Jemand hegen, ist bloßdie Folge unsres Verlangens nach einem Gute, indessen Besitz wir ihn glauben, oder das er uns,wenn wir cS besäßen, streitig machen wurde. Soentsteht der Neid, die gewöhnlichste Art des HaffeS,aus unsrer Werthschätzung des Ruhms, oder desSilbergeschirrs oder der.Behaglichkeit, die wir beiAndern sehen, und die Rachsucht geht hervor ausunsrer Besorgtheit siir unfern Ruf, der gekränkt,unsre Ländereien, die beeinträchtigt, unsre Rechte,die verletzt wurden. Aber der heftigste Haß ist derHaß gegen den Reichen, auS Liebe zum Reichthumentspringend. Betrachte nur recht den armen Teu-fel, der immer über Kutschen mit Vieren spottet.Trag' ihn in dein Buch ein als Einen, der zu be-stechen wäre!

XXIV.

Meine geliebten Schüler, nur Wenige habengenügend die Kunst nstndirt, welche durch Anwen-dung von Späßen die Wissenschaft der Gaunereifördert. Das Herz eines Geringer» ist durch einenScherz immer bezaubert. Die Leute wissen daSwohl bei der Spitzbüberei der Wahlen. Wendetes jetzt, meine Schüler! ans die Spitzbüberei des