Druckschrift 
7 (1834)
Entstehung
Seite
104
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die du nicht hast, gegen eine schwer zu täuschendePerson auf dieß Alles laß dich nie ein, ausge-nommen »m wichtiger Zwecke willen, bei welchenes sich nicht nur des Zeitverlustes, sondern auch derGefahr einer Entdeckung verlohnt. Mühsamer Dienstnm schmalen Gewinnst ist der Grundsatz eines Arm-seligen. Der Spitzbube muß mehr Seelengrößehaben!

XVlll,

Verzeihe immer.

XIX.

Wenn dir Jemand eine Summe Geld schuldigist, (und selbst Einer meiner Schaler könnte iaEinmal im Leben so einfältig seyn, zu borgen,) undcs schwer hält, sie wieder zu bekommen: so wendedich nicht an sein Gerechtigkeitsgefühl, sondern anseine Menschenliebe. Die Gerechtigkeit, mit demwas sie in sich schließt, schmeichelt wenigen Men-schen- Wer unterzieht sich gern einer Unbequem-lichkeit, nur darum weil er soll? ohne Lob, sogarohne Selbstbefriedigung ? Wer Menschenliebe, meineSchüler, die kitzelt die menschliche Eitelkeit ganzköstlich. Die Menschenliebe schließt ein Gefühl derUeberlegenheit in sich, und das Gefühl der Ueber-tegenheit ist für die gesellige Natur des Menschenhöchst angenehm. Daher das verhältnißmäßig gegenandere Tugenden häufige Vorkommen der Menschen-liebe in der ganzen Welt, und daher wird mau sich