Druckschrift 
7 (1834)
Entstehung
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

79

tbümliche feine Achtung" und Theilnahme an denGefühlen Anderer verrieth. Aber wie die Freundedes Genusses ancb weniger als irgend ein MenfchStörungen und Unterbrechungen dulden, so zeigtestdu auch gegen diejenigen, welche deiner Haupt-Neignng in die teuere kamen, einen tiefen, blei-benden, rachsüchtigen Groll. Daher wußten deinegalanten Nebenbuhler in deinen Liebeshändeln vonfrüher» Zeiten, daß du bis zu deinem Todestagnicht verziehest; daher dein bittrer, unbeugsamerHaß gegen dein unglückliches, obwohl nicht Vor-wurffreies Weib daher deine anflodernde, will-kürliche Entrüstung, als die Menge für deine imStich gelassene Hauswirthin Parthci nahm unddich insultirte! Daher die sechs ungerechten Bills,welche du ergehen zu lassen den Befehl gäbest, alsdein Steuer-Karren von einem Stein getroffenwurde! Aber beurtheilen wir diese Temperaments-fehler nicht zu streng! Du warst in diesen Bezie-hungen nicht schlimmer als die Mitglieder der,wenn wir so sagen dürfen: Räuber-Aristokratie.Deine-Neigungen, Eigenschaften, Grundsätze, Jrr-thümer waren mehr die eines Mannes, der einWirthshaus besucht, als der es beherrscht. Du warst

der-der Bierhänfer! Deine Talente, wie sie

einmal waren und es waren die Talente einesWeltmannes mißleiteten dich mehr, als daß siedich führten, denn sie gaben deinem Geiste jeneHalbsilososie, jene Gleichgültigkeit gegen höhere In-