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6 (1834)
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er sie zärtlich umarmte.Schreibe mir ja gewiß,und verzeihe mir, wenn ich dir nicht pünktlich ant-worte. Nimm deine Gesundheit in Acht, meine holdeNichte und laß mich bei meiner Rückkehr eine fri-schere Farbe auf diesen sanften Wangen sehen!"

Nehmen Sie vielmehr Ihre Gesundheit inAcht, mein lieber, lieber Oheim," sagte Lucie sich anihn schmiegend und weinend, wie ihr bei der gering-sten Bewegung in neuerer Zeit in Folge ihrer ge-schwächten Nerven geschah.Warum darf ich Sienicht begleiten? Sie schienen mir in den letzten drei,vier Tagen blässer als sonst, und beklagten sichgestern. Lassen Sie mich mit Ihnen gehen; ich willkeine Beschwerde machen, durchaus keine; aber ichbin überzeugt, Sic brauchen eine Wärterin."

Du willst mir Angst machen, meine liebliche Lu-cie," sagte Braudon und schütrelre lächelnd den Kopf.Ich befinde mich wohl, sehr wohl; zwar gestern hatteich einen heftigen Blutandrang gegen den Kopf, aberheute fühle ich mich leichter und kräftiger als seitJahren. Noch einmal, Gott segne dich, mein Kind!"

Und Brandon riß sich los und trat seine Reise an.

Der unstete, dramatische Verlauf unsrer Ge-schichre führt uns jetzt in eine abgelegne Gasse derHauptstadt, auf die Themse gehend, und macht unszu Zeugen eines rührenden Abschieds zwischen zweiPersonen, welche die Ungerechtigkeit des Schicksalsund die Verfolgungen der Menschen vielleicht fürimmer zu trennen im Begriff standen-