ihrem zarten Gesundheitszustand sogar das harteAuge Braudons und der gedankenlose Blick Maule-vercrs die Gefahr einer solchen Entdeckung. DerGraf, der jetzt sich zum Hauptstnrm auf Lucie an-schickte, sobald der Vorhang für immer über Cliffordgefallen seyn würde, verfuhr in seiner Bewerbungum die gewünschte Brant mit großer Vorsicht undZartheit. Er wartete mit um so mehr Geduld zu,als er bei seinem Freund Sir William auf das Ver-mögen der Erbin hin schon einige Anleihen gemachthatte; und er gab gerne zu, daß er in der Zwischen-zeit keinen bessern Sachwalter haben könne, als erin Brandon gefunden. Wirklich war die Beredsam-keit dieses gewandten Sophisten so schlagend und sofein, daß oft bei seinen kunstreichen Unterredungenmit seiner Nichte sogar in dem unverdorbenen undkräftigen, aber unbefangenen Gemüth Luciens einunbehaglicher und unruhiger Eindruck zurückblieb,welchen die Zeit zu einem Wohlgefallen au oen welt-lichen Vortheilen der ihr angetragnen Heirath hättereifen können. Brandon war kein, die Sache ver-pfuschender Mittelsmann oder ein gewaltsamer Drän-ger. Er schien sich bei ihrer Verschmähung Maule-verers zu beruhigen. Er kam auf die Sache kaummehr zu sprechen. Selten sogar rühmte er den Gra-fen, außer wegen der unbestreitbare» Eigenschaftender Lebhaftigkeit und Gutmüthigkeit. Aber er redetemit all der Farbenglut, welche er nach Gutdünkenseinen Worten verleihen konnte, von den Freuden
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