Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

6Z

so wohl gelitten, als hätte ich mich mit ihnen bezechtwie sie selbst.

Ich stand ganz intim mit allen Hüten ans de»Universität, und wurde dcßhalb von de» Kappenso angesehen, als hatte mein Kopf die Höhe allerder Hüte erlangt, welche ich kannte. Aber es wardies; nicht von Vorne herein so. Ich muß Dir zweikleine Anekdoten erzählen, die mich zuerst in dasGeheimnis; achter Größe einweihten. Die erste istfolgende: ich las; mit einigen Collegiums-Genossen,ernsten und geschickten Lenten, zu Tische; zwei davondie mich nicht kannten, unterhielten sich von mir;sie hätten gehört, sagten sie, ich werde nie ein soguter Geselle werden wie mein Vater, nie einensolchen Keller und ein so gastfreies Haus haben.

Ich habe sechs Grafen und einen Marquisdort g-rroffen, sagte der andreSenior."

Und sein Sohn," versetzte der erste Herr wieder,pflegt nur mit armen Teufeln Umgang, glaub ich."

»Sv muß mau also," sprach ich bei mir selbst,,,nm das Lob kluger Leute zu verdienen, gute Wein«haben, viele Grafen kennen und den Umgang mitarme» Teufeln verschwören!"

Nichts konnte richtiger seyn, als mein Schluß.

Die zweite Anekdote: An dem Tage, wo ich ei-nen großen Preis der Universität gewann, lud ichmeine Freunde zum Essen bei mir ein; vier davonlehnten es nt>, weil sie versagt seyen, (sie waren ein»geladen worden erst nachdem ich sie zu mir gebeten,)