Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
59
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würdiger seyu; aber völlig umvcrth bist Du meinerLiebe!"

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Jetzt will ich Dir sagen, woher ich weiß, daßwir nicht glücklich seyn können. Erstlich: wenn Dusagst, ich sei) stolz auf meine Geburt, besitze einenkrankhaft reihbaren Ehrgcitz und großes Verlangen,in der Welt zu glänzen; ich werde, nachdem dererste Rausch der Liebe verflogen, Bitterkeit gegendas Weib fühlen, die meinen Stolz so gedemüthigtund meine Aussichten so verfinstert habe: so willich nicht mit Zuversicht behaupten, daß du Dich völ-lig täuschest. Aber das weiß ich gewiß, daß dasrasche Heilmittel in Deiner Macht ist. Hast Dudie Geduld, Julie, eine Art von Geschichte meinesLebens oder vielmehr meiner Gefühle anzuböreu?Wenn Du sie hast, so ist dies; vielleicht die beste Art,Alles was ich vorznbringen habe, auseinander zusehen. Du wirst dann sehen, daß mein Familien-stolz und mein weltlicher Ehrgeiz durchaus nichtans denselben Grundlagen beruhen, welche mich überAndre lachen machen; wenn indcß meine Gefühlehierin, wie Du andeuten willst, ebenso Veranlassungzum Spott geben, siehe, meine Julie, so kann ichauch über sie laebcn! So ein wesentliches Bedürf-nis; ist mir die Geringschätzung., daß ich eher michselbst verachten wollte, als gar Keinen haben, denich verachten könnte; doch zu meiner Erzählung!