Herzen — Ihr Fuß trat keck und sicher auf. Her-terkeir leuchtete aus Ihren Augen; Alles was lnIhrer Nähe athmete, schien voll Glück und Freu-de; und nun — scheu Sie mich an, Lucic! erhe-ben Sie diese sanften Augen und lehren Sie sie,ßorn und Verachtung auf mich zu blicken! O, nichtso, nicht so! Ich könnte von Ihnen scheiden alsein Glücklicher, ja als ein Seeligcr, wenn ich Siemir weniger verzeihend, weniger mild, wenigerhimmlisch denken könnte!"
„Was habe ich zu verzeihen?" sagte Luclezärtlich.
„Was! Alles was ein Mensch dem Andernkann zu verzeihen haben. Waren nicht Trug undUnrecht meine Verbrechen gegen Sie? Ihr See-lenfriede, die Heiterkeit Ihres Herzens, derFrohsinn Ihres Gemüths — habe ich dieß Alleszerstört oder nicht?"
„O Clifford'" sagte Lucie über sich selbst undüber alle selbstsüchtigen Gedanken sich erhebend,„warum, warum wollen Sie mir nicht vertrauen?Sie kennen mich nicht; Sie sind unbekannt mitder wahren Natur des Weibes, wenn Sie michIhres Vertrauens werth halten. Glauben Sie,ich könnte cs vcrrathcn? oder meinen Sie, wennSie etwas gethan hätten, um dessen willen alleWelt Sie verließe, ich würde Sie verlassen?"
Lucicns Stimme zitterte bei diesen letztenWorten; aber sie senkte sich, wie ein Stein in
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