I°4
des Soldaten ergreifen zu können. Ich sollte kei-ne Stunde zur Flucht versäumen, und doch stürzeich mich in das Nest meiner Feinde, einem nutz-losen Worte mit ihr zu lieb; und das nochdazu, nachdem ich ihr schon Lebewohl gesagt.Ist dieß Schicksalsfügung? Wenn es sich so ver-hält, was macht cs? Ich kümmre mich nichtsmehr um ein Leben, das ich doch vergeblichbessern würde, wenn cs nicht um Ihretwillen ge-schehen kann; und doch — doch! v welch selbst-süchtiger und verworfner Mensch bin ich! ist daSBewußtseyn, das ich nachher haben werde, nichts,das Bcwußtseyn, von ihr die Schmach zu neh-men, einen von der Gesellschaft ausgestoßncn Mis-sethäter geliebt zu haben? Wenn ich Ehre erringe,wird dieß nicht, wenigstens kür mein eignes Herz,ein, wenn auch nur schwaches und dämmerndesLicht auf sie zurückwerfen."
So verworren, unruhig, und Köchin die Far-ben jener ächten Liebe getaucht, die auch denGesuukensten erhebt, waren Cliffords mitternäch-tige Gedanken; gegen Morgen giengen sie in ei-nen unerquicklichen, fieberhaften Schlummer über.Aus diesem ward er durch ein lautes Gähnen,dem Schlunde des langen Ned entstammend, derimmer am frühsten aufstand, geweckt.
„Halloh! " sagte er, es ist beinah Tagesan-bruch, und wenn wir unsre Banknoten einlösen