Druckschrift 
5 (1834)
Entstehung
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legt Andre dir zu Füßen, und all diese dir Hul-digenden sind deine Sklaven!"

Lucic rückte mit ihrem Stuhl, so daß ihre je-tzige Stellung ihr Angesicht nicht sehen ließ undantwortete nicht. Branden fuhr in verändertemTone fort:

Solltest du cs glaudcn, Lucie, daß ich ein-mal Thor genug war, mir cinznbilden, die Liedescy ein Himmelsgut und dcS lebhaftesten Strö-hens wcrth? Ich gab meine Hoffnungen, meineAussichten auf Reichthnm und Ehre, auf Alleswag seit meinen Knabcnjahren mein Herz entzün-det hatte, auf. Ich erkor mir Armuth, Namen-losigkeit, Niedrigkeit; aber darneben erkor ich mirdie Liebe. Was war mein Lohn? Lucie Branden!ich ward betrogen - betrogen!" Branden schwiegund Lucie ergriff zärtlich seine Hand, aber brachihr Schweigen nicht; Branden fuhr kort:

Ja, ich ward betrogen! aber ich meinerseitshatte auch eine Genugthuung und eine angemcsincGcnugthunng - denn es war nicht die Rache desHasses, sondern (hier lachte der Redende sardo-nisch,) die der Verachtung. Genug davon, Lucie!Was ich dir zu sagen wünschte ist dieß ältereMänner und Frauen wissen mehr, was eigentlichan den Dingen ist, als jüngere Leute sich einbil-den. Liebe ist nur ein Spielzeug und kein Menschtauschte sie je ohne Neue gegen einen wirklichenWorthcll ein. Glaube dieß, und wenn je hoher