Stand unter diesen hübschen Fuß sich schmiegt, soschlcudrc doch ja diesen Schemel nicht weg!"
Nach diesen Worten zündete Branden mit ei-nem feinen Lachen seine Nachtkerze an und verließfür heure das Zimmer.
Sobald der Rcchtsgelchrte sein Zimmer er-reicht hatte, schrieb er folgenden Brief an LordMauleverer nieder:
Warum, lieber Mauleverer, kommen Sienicht in die Stadt? Ich bedarf Ihrer. Ihre Par-thcy bedarf Ihrer, vielleicht der König bedarf Ih-rer; und fürwahr, wenn cs Ihnen mit meinerNichte ein Ernst ist, sollte Sie die Sorge umIhre eigne Liebcsbewerbung treiben hichcr zukommen. Ich habe für Sie den Weg gebahnt,und ich denke bet einiger Gewandtheit dürfen Sicauf einen raschen Erfolg rechnen; aber Lucie istein sonderbares Mädchen — und überhaupt thä-ten Sie vielleicht am besten, obgleich Sie an Ortund Stelle seyn sollten, die Sache so viel alsmöglich mir zu überlassen. Ich kenne die mensch-liche Natur, Mauleverer, und diese Kenntniß istder Hebel, durch den ich meinen Triumf bewir-ken will. Den jungen Liebhaber betreffend, soweiß ich nicht recht gewiß, ob cs nicht zu unsremBvrtheil ausschlagcn wird, 'daß Lucie in diesemPunkt den Schmerz einer getäuschten Hoffnung er-fahren hatte; denn wenn ein Weib einmal geliebthat und ihre Liebe ganz hoffnungslos ist, so schlägt