Druckschrift 
5 (1834)
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

ly

denken konnte. Und doch ließ ich selbst mich dnrcheine so plötzliche und einschmeichelnde Hoffnungbinreiffcn und berauschen ja ich wagte cs, meinAuge zu Ihnen zu erheben, Sie an mein schuld-belastetes Herz zu drücken, mein Selbst zu ver-gessen und .zu träumen, Sie könnten die Mei-mge werden! Können Sie mir diesen Wahnsinnverzeihen? Und spater einst, im erhabenen, glän-zenden Kreise eines chlichcn Glückeskönnen Siebeim Gedanken an meine Kühnheit Ihrem Hassewehren? Vielleicht denken Sie, durch ein so spä-tes Bekeuntniß habe ich Sie bereits betrogen.Ach, Sie wissen nicht, was mich noch jetzt diesesBekenntnis; kostet! Ich hatte nur Eine Hoffnungtm Leben, die: Sie würden, wenn Sie michlängst aus dem Gesicht verloren, mich nicht unterden Haufen von Menschen setzen, mit denen Sieleben. Diesen schmeichelnden, brennenden, aberselbstsüchtigen Wahn reiße ich aus meinem Herzenund gehe jetzt hin, wo keine Hoffnung mir folgt.Keine Hoffnung für mich selbst, außer Eine, diekaum den Namen verdient; denn cs ist eher einunbestimmter, träumerischer Wunsch, als eine Aus-sicht; die nemlich: Sie möchten später einmal un-ter einem andern'Namen und andern Umständenvon mir hören; und wenn ich Sie benachrichtige,daß Sie unter diesem Namen an einen Mann zudenken haben, der Sie mehr liebt, als alle er-fchaffnen Wesen: so können Sie dann wenigstens

2...