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sein. Ist aber Ihr Eid wirklich so streng , daßSie selbst einen einzigen Namen nicht als unrich-tig bezeichnen dürfen? Sollte die Strenge nichtso weit gehen, dürfen Sic mich auf eine solcheUnrichtigkeit aufmerksam machen, so schwör ich Ih-nen, daß ich Sie über keinen andern Namen aus-fragcn will."
Abermals znkte ein wilder Krampf an Jsv-rens Lippe und verzerrte das reine Ebenmaß ih-rer Züge. Sie schwieg einige Sekunden und flü-sterte dann: „mein Eid verbietet mir selbst die-ses einzige Wort; — »ersuchen Sie mich nicht län-ger; — jczt und auf ewig bin ich stumm überdiese Sache."
Ein leichter augenbliklichcr Unwille, Zweifeloder Verdacht mochte sich auf meinem Gesicht aus-Lrükcn; dcnn Jsora schaute mich lang und schmerzlichan, und bemerkte endlich in ruhigem aber kummervol-lem Ton: „Ich durchschaue Ihre Gedanken und macheIhnen darüber keinen Vorwurf; — es ist natürlich,daß Sie übel von einem Mädchen denken, welchesein solches Gchcimniß umgibt, — welches also inden Bereich des Argwohns und der Erniedrigunggcsezt ist. Ich habe lang in Ihrem Land gelebt,-Hab in den paar lczren Monaten viele seiner Be-wohner gesehen; habe zudem die Werke gelesen,welche seinen eigenthümlichcn Nationalkaraktcr dar-znlegcn sich bestreben. Mir ist bekannt, daß Ihrmistramsch gegen fremde Völker seid; bekannt,Vulwer'ö Romane XV. 5