Druckschrift 
4 (1839)
Entstehung
Seite
101
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Wahrheit zu gestehen ist etwas an Linden, was ichnicht ganz verstehe. Man sagt, er sep Neffe und Erbe

begleitete ihn. Da sie nie vorher über den Sarkgekommen waren, so interessirten sie Schottlandund schottische Gebräuche sehr. Unter Andermfragten sie auch nach dem Schmid, und erwarte-ten nichts Geringeres als einen echten SohnVulkans erscheinen zu sehen; sie fanden sich frei-lich in ihrer Erwartung betrogen, aber als HerrSlliot erschien, wollte der Alte doch seinen Witzzeigen und sagte, er mache ihn hier mit einemjungen Frauenzimmer bekannt, welches wohl ein-mal seines Beistandes bedürfen könnte.So was."crwiederte der Schmid,sey gar nicht unmöglich;"und in weniger als vier Monaten stand dasselbeMädchen vor ihm und wurde mit einem vonihres Vaters Knechten verheirathet. Ein an-deresmal erschien ein ältlicher Mann aus demSüden von England, und ließ sich mit einemweit jünger» Frauenzimmer trauen, welches eineSchwester seiner verstorbenen Gattin war. Erwar ungemein heiter und hatte gar keine Eile,einen Ort zu verlassen, der ihn ans stiel seinerWünsche gebracht zu haben schien. Gegen Abendaber, als die Sonne eben im Untergehcn war,ließ er wieder anspannen und eilte so schnelldavon, als er gekommen. Cr war noch keineStunde weg, als eine andere Postchais« vor demGasthofe hielt, und ein zweites Paar Liebenderabsetzte, jünger, hübscher und paffender für ein-ander, aber weder so reich noch so freigebig wiedas erste.' Und wer mochte dieses sepn ? Nie-mand anders als ein schöner, junger Bürgersmannund die einzige Tochter des ersten Bräutigams.