Druckschrift 
4 (1839)
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

45

von welcher Sic ein so großes Gerede machen. Siesagen, mein lieber Freund, Ihre Ignoranz werde nurdurch Ihren Eigendünkel, Ihre Stümperei, durch IhreAnmaßung ausgewogen. Sie find mir nicht böse?"

Durchaus nicht," rief Trollolop mit schäumen-der Lippe.

Für meinen Thcil/' sagte der gutherzige SirChristoph, dessen Grimm fich bereits wieder gelegthatte, und rieb ein Paar große, wohlgenährte Hände-für meinen Theil erblick' ich in all Dergleichenkein Heil; ich lese nie nie und sehe nicht ab,daß ich dcßhalb auch nur ein Bischen weniger wäre.Ein guter Mensch, Linden, braucht meiner Meinung, nach bloß seine Obliegenheit zu thun, und die istl leicht gcthan!"

Nicht so leicht," dachte der schlaue Clarcnce,(aber sagte den Satz nicht laut);auf einem niedernStandpunkt des Lebens hat man wenige Pflichten^ und braucht wenig Verstand, um sie auszuführcn;^ aber Der welchem sein Standpunkt viele und ver-s wickelte Obliegenheiten zubringt, wird finden, daßl etwas mehr als der gute Wille zur Ausführung dcr-^ selben nöthig ist."

!Ein guter Mensch und was ist gut?" riefj triumphircnd der Metaphyfiker.Ist cs uns ein-gepflanzt? Hobbcs, nach Neid, unserem letzten, folg-lich besten Philosophen, sucht zu zeigen, daß cs keinenUnterschied zwischen Bös und Gut gebe."