Pferd anhiclt: der Strom war unruhig und wild;laut und zornig wehte der Wind gegen mein Gesichtan, sagte mir den Schaum der Wellen entgegen undfüllte mein Inneres mit jauchzender, ^Heller Freude.Ich hatte mich damals alten Dichtcrträumen hingc-gcben und meine Philosophie bei Seite gelegt; sostreckte ich denn in der Begeisterung des Augenblicksmeine Hand gegen die Gegend, woher die Windekamen und fragte sie laut nach ihrer Geburtstättcund dem Ziel ihrer Wanderung; und indem meinpoetischer Anflug zunahm, verglich ich sie unseremMenschenleben, das einen Moment da und dannnicht mehr ist; ja, von Tollheit zu Tollheit fort-schreitend , forderte ich, als wären sie die zukunftkun-digen Dollmctscher des Himmels, ein Bild und Zei-chen meines künftigen Schicksals von ihnen."
„Und was sagten sie?" fragte Isabelle lächelnd,obwohl mit furchtsamem Lächeln.
„Sie antworteten nicht," crwicdcrte Mordaunt,„aber es war als spräche eine Stimme in mir:„Sieh empor!" und ich richtete meine Augen genHimmel, aber ich sah Dich nicht, Geliebte, und solog denn das Buch des Schicksals."
„Nein, Algcrnon, was sahst Du?" fragte Isa-belle ernstlicher als die Frage es verdiente.
»Ich sah eine dünne Wolke, mitten im umhergestreuten dichten, dunkeln Gewölk allein, und wäh-rend ich hinschante schien sie die Gestalten eines Lci-chenzugs anzunchmcn — Sarg, Träger, Geistlicher,