110
mich im nächsten Zimmer; ich gehe nur hinein um denLord Saringham zu sprechen." Dann machte der ga-lante alte Gentleman den jungen Damen ein Compli-mcnt und entfernte sich.
„So sind auch Sie ein Flüchtling vom Ballsaal!"sagte Miß Mcrton zu Maltravcrs als sic aufstand.
„Ich bin nicht ganz wohl; — aber lassen Sic Sichdoch nicht von mir verscheuchen."
„Oh, nein! ich höre die Musik — cs ist die letzteQuadrille vor dem Souper — und da ist mein glück-licher Tänzer, der mich sucht."
„Ich habe Sic überall ausgesucht," sagte LordDoltimorc im Tone des sanften Vorwurfs; „kommenSie, wir werden jetzt schon beinahe zu spät dabeiscpn."
Caroline legte ihren Arm in den Lord Doltimorc's,der mit ihr in den Ballsaal eilte.
Miß Camcron sah unentschlossen aus, ob sie fol-gen sollte oder nicht, als Maltravcrs sich neben sicsetzte; — und die Bläffe seiner Stirne, und etwas inden zusammcngczogcncn Lippen, was Schmerz vcrricth,gingen ihr plötzlich zu Herzen. In ihrer kindlichenZärtlichkeit hätte sie gern Welten hingcgcben für dasVorrecht einer Schwester, ihm tiefgefühlten Trost bie-ten zu dürfen. Das Zimmer war jetzt geleert — siewaren allein.
Die Worte, die er aus Cvclincns Mund gehörthatte: „Wo ich meine Hand gebe, da gebe ich auchmein Herz!" deutete Maltravcrs nur in dem Sinne: