Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
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streben und bösem Gewissen kam er wieder aufs Spielzurück er hatte in der That sonst nichts zu thun.

In Venedig hatte sich eines Jahrs eine Gesellschaftnach den Grundsätzen der Pariser Salons aufgethan.Es gehörten dazn einige reiche Benctiancr; hauptsäch-lich aber kam sie den Bedürfnissen der Fremden derFranzosen, Engländer und Oestreichcr entgegen. Hierwar in Einem Zimmer auserlesenes Spiel, wahrendein anderes zn Zwecken eines Klubbs diente. Viele,die nie spielten, gehörten zn dieser Gesellschaft, abersic waren nicht die eigentlichen Stammgcnofsen.

Lcgard spielte anfänglich gewann dann ver-lor dann gewann er wieder; cs war eine ange-nehme Aufregung. In einer Nacht, wo er beim Rou-lette ansehnlich gewonnen, setzte er sich noch, um miteinem Franzosen von hohem Rang Ecarte zu spielen.Lcgard spielte dicß, wie alle Spiele, wo cs aus Ver-stand und Berechnung ankam, gut; er dachte an demFranzosen sich mit einer guten Summe zu erholen.Das Spiel erregte große Thcilnahme; die Zuschauerschaartcn sich um den Tisch; die Wetten gingen hoch;Legards Eitelkeit so wie sein Geldbeutel war bei demKampf des Spiels bctheiligt. Es war bald augen-scheinlich, daß der Franzose so gut spielte wie derEngländer. Die Anfangs schon ziemlich hohen Einsätzewurden verdoppelt. Lcgard wettete frisch drauf losdie Karten waren gegen ihn; er verlor Viel verlorAlles was er hatte verlor mehr als er hatteverlor einige Hunderte, die er am nächsten Morgen