so
Aufenthalt auf de Montaigne's Villa in der Nähevon St. Clond — noch immer, obgleich er die Kunstselbst nicht mehr trieb, ein ebenso eifriger Lieb-haber der Musik, in der Frau von St. VcntadourLoge in der italienischen Oper, und Valerie, erhabenüber jede weibliche Eifersucht auf fremde Schönheit,verbreitete sich mit großer Wärme und Lobeserhebungüber die Anmuth einer jungen englische» Dame, diesic am Abend vorher bei der Lady G-getroffen.
„Sic ist gerade mein Ideal acht englischer Schön-heit," sagte Valerie — „cs ist nicht blos die ausneh-mende Schönheit des Teints, auch nicht die Augen vomreinsten Blau, welchen die dunkeln Wimper» jenenAusdruck von Kälte benehmen, welchen sonst die HellenAugen der Schotten und Deutschen haben, die eineNationalschönhcit sind, sondern dle Einfachheit desBenehmens, die Bewußtlosigkeit der Bewunderung diesic erregt, die Mischung von Bescheidenheit und Ver-stand in ihrem Ausdruck. Nein, ich habe schönereFrauen gesehen, aber nie eine liebenswürdigere —Sie schweigen. Ich erwartete eine Aufwallung vonPatriotismus auf mein Ihrer Landsmännin gemachtesComplimcnt!"
„Ach ich bin so vertieft in diese wundervolle Pasta—"
„Sie find kein solcher Enthusiast; Ihre Gedankenschweifen in weiter Ferne. Aber können Sie mir etwasvon meiner schönen Fremden und ihren Freunden sagen?Erstlich ist da ein Lord Doltimore, den ich schon frü-her kannte; von dem brauchen Sie mir nichts zu