Uebcrzeugungcn; — diese Überzeugungen gestört, er-litten auch seine Jrrthümer eine starke Erschütterung.
Aber wenn sein Geist unruhig sich wieder denPflichtendes thätigenLebens zuzuwcndcn begann, wenner sich alle die frühem Quälereien und Mühseligkeitenpolitischen Partcikampfes, oder die ermüdenden An-strengungen des literarischen Lebens mit seine» kleinenFeindschaften, seinen falschen Freundschaften und seinemmagern und grillenhaften Lohn vor die Seele rief —o dann schreckte er voll Mißmuth zurück vor dem Ge-danken an die Einsamkeit seiner Häuslichkeit! KeinMund ihn in der Niedergeschlagenheit zu trösten, keinHerz seinen Triumph mitznfeiern, keine Liebe im In-nern als Gegengewicht gegen den Haß von Außen —und das Beste am Menschen, seine Familicngefühlc,verdammt dahinzuwelken, oder sich an ideale Bilderoder in melancholischer Erinnerung zu vergeuden!
Es kann wirklich als allgemeine Bemerkung auf-gestellt werden (im Widerspruch mit einer sonst ver-breiteten Vorstellung), daß die in ihrer Häuslichkeitglücklichsten Menschen auch -ie nach Außen thätigstensind. Das leibliche Wohl- und Kraftgesühl ist erfor-derlich zu gesunder Thätigkcit; und Niedergeschlagenheitund das Gefühl der Verlassenheit wird den kräftigstenMann in einen Träumer verwandeln. Der Eremit istder Antipode des Bürgers, und keine Götter beseelenund begeistern Einen so wie die Laren.
Eines Abends saß Maltravcrs nach einer beinahvierzehntägigen Abwesenheit von Paris — einem