Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
31
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^ nisten dnrchflochtcn und gehoben durch Schilderungen, der Aeußcrlichkeitcu und der Oberfläche des Charakters,durch humoristische Phraseologie und Alltagsmoral er-! füllt die Fiktion ihre größten Aufgaben!

In der französischen Literatur, welche diesen Cha-rakter trägt, ist viel falsche Moral, viel entartetesGefühl und viel hohler Schwulst. Aber doch trägt sie^ in sich den Keim einer Trefflichkeit, der früher oder-später, in dein Fortschrciten des Genius der Nation,zu seiner vollen Entwicklung kommen muß.

Inzwischen ist cs ein Trost zu wissen, daß nichtswahrhaft Unmoralisches je auf die Dauer populär unddarum auch nicht lange verderblich bleibt; was aueinem Werk eines Genius gefährlich ist, heilt sich selbst, in wenigen Jahren. Wir können jetzt den Wcrther! lesen und unser Herz belehren durch seine Schilderungder Schwäche und Leidenschaft, unseren Geschmack bil-den durch seine ausnehmende, unvergleichliche Einfach-heit in Anlage und Detail, ohne alle Bcsorgniß, daßwir uns selbst in Stulpenstiefeln erschießen werden!Wir können uns erhoben fühlen durch die cdcln Ge-danken der Räuber, und unsere Beobachtung geschärfthinsichtlich der ganzen Jmmoralität konventionellerHcnchelci und Lüge, ohne alle Gefahr, Banditen zuwerden und Gurgclabschncidcr aus purer Tngcndlicbe.i Die Vorsehung, welche den Genius von Wenigen zuallen Zeiten und in allen Ländern zu Führern und^ Propheten für die Massen gemacht und die Literaturj zur erhabenen Beförderer,'» der Civilisation, der öffent-