Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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mer wieder bemächtigt flch, so sehr sie cs vor mir zuverhehlen sucht, dieser Jammer ihrer Seele wiederund vergiftet ihr jeden Gedanken! Oh, tausendmalbesser, er wäre gestorben! Wenn Vernunft, Empfin-dung, die Seele selbst beinahe todt find wie dunkelund feindselig ist dann das noch übrige Leben! Undwenn cs im Blute liegen sollte wenn Theresa'sKinder fürchterlicher Gedanke!"

De Montaigne schwieg, ganz überwältigt.

Uebertrdiben Sie, mein thcurcr Freund, Ihr Un-glück, groß wie cs ist, doch nicht so gräßlich! Cäsa-rini's Krankheit entsprang offenbar nicht ans einerphysischen Anlage fie war nur die Krifls, die Ent-wicklung eines schon lange in ihm schleichenden geistigenUcbels die Folge von krankhaft genährten Leiden-schaften, von hartnäckiger Vernachlässigung der Ver-standes- und Denkkraft und er kann ja auch nochgenesen. Je weiter die Erinnerung an den Stoß, dener erlitten, zurücktritt, um so größer ist -die Wahr-scheinlichkeit, daß sein Gcmüth wieder seine rechteStimmung erlangen wird."

De Montaigne preßte seines Freundes Hand.

Es ist sonderbar, daß von Ihnen mir Mitgefühlund Trost kommen muß! von Ihnen, dem er so vielLeid zufügte! von Ihnen, den sein Wahnsinn odersein Verbrechen von Ihrer stolzen Laufbahn und von' Ihrem heimischen Boden verdrängte! aber die Vor--- schung wird, so hoffe ich, noch das Unheil ihrer irrcn-Z den Kreatur gut machen, und ich werde es noch er-