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Krankheit: einer nncrwicdcrten Leidenschaft oder einerunglücklichen Capricc, bewirken.
Maltravers, gewohnt seine Gcmüthsbcwcgungcnebenso zu überwinden wie zu verhehlen, gab sich wirk-lich die allcrcrnlilichstc Mühe, das Bild, welches vonseinem Herze» Besitz genommen hatte, zu entthronen.Noch immer eitel auf seine Selbstbeherrschung und nochimmer seine Licblingstugcnd: die Tapferkeit anbe-tcnd, und seine trügerische Philosophie von der rnhigcngoldenen Mittclstraßc, wollte er nicht weichlich einerLeidenschaft nachhängcn, wahrend er so mannhaft vor-dem Gegenstände derselbe» geflohen war. Aber dochverfolgte ihn immer noch das Bild Evclincns — csdrängte sich ihm auf — cs war unversehens bei ihm— in der Einsamkeit und im dichtesten Gewühl. Dießso heitere und doch so sanfte Lächeln, das immer dieMacht besessen , den Schatten von seiner Seele zu ver-scheuchen ; diese jugendliche und üppige Blüthc reinerund beredter Gedanken, welche war wie chic Blüthcdes Genius, che seine Frucht, bitter und süß zugleich,geboren ist; diese seltene Vereinigung lebhafter Ge-fühle und heiterer, milder Gcmüthsstiminnng, welchedas eigentliche Ideal ansmacht dessen, wovon wir beider Geliebten träumen und was wir beim Weibe ver-langen — das Alles, mehr, viel mehr sogar als dieherrliche Gestalt und die zarte Anmuth der wenigerbeständige» Schönheit kehrte nach jedem Kampf mitsich selbst wieder vor seine Seele zurück; und die Zeitschien den unauslöschlichen Eindruck in nur noch tiefere,