Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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Krankheit: einer nncrwicdcrten Leidenschaft oder einerunglücklichen Capricc, bewirken.

Maltravers, gewohnt seine Gcmüthsbcwcgungcnebenso zu überwinden wie zu verhehlen, gab sich wirk-lich die allcrcrnlilichstc Mühe, das Bild, welches vonseinem Herze» Besitz genommen hatte, zu entthronen.Noch immer eitel auf seine Selbstbeherrschung und nochimmer seine Licblingstugcnd: die Tapferkeit anbe-tcnd, und seine trügerische Philosophie von der rnhigcngoldenen Mittclstraßc, wollte er nicht weichlich einerLeidenschaft nachhängcn, wahrend er so mannhaft vor-dem Gegenstände derselbe» geflohen war. Aber dochverfolgte ihn immer noch das Bild Evclincns csdrängte sich ihm auf cs war unversehens bei ihm in der Einsamkeit und im dichtesten Gewühl. Dießso heitere und doch so sanfte Lächeln, das immer dieMacht besessen , den Schatten von seiner Seele zu ver-scheuchen ; diese jugendliche und üppige Blüthc reinerund beredter Gedanken, welche war wie chic Blüthcdes Genius, che seine Frucht, bitter und süß zugleich,geboren ist; diese seltene Vereinigung lebhafter Ge-fühle und heiterer, milder Gcmüthsstiminnng, welchedas eigentliche Ideal ansmacht dessen, wovon wir beider Geliebten träumen und was wir beim Weibe ver-langen das Alles, mehr, viel mehr sogar als dieherrliche Gestalt und die zarte Anmuth der wenigerbeständige» Schönheit kehrte nach jedem Kampf mitsich selbst wieder vor seine Seele zurück; und die Zeitschien den unauslöschlichen Eindruck in nur noch tiefere,