81
Tag fühlte ich mich wie durch ein unwiderstehlichesVcrhängmß an dich Haus gefesselt. Aber nicht Euchhabe ich gesucht; — einerlei — in der Krisis unseresGeschicks treffen alle dasselbe bestimmenden Kräfte zu-sammen. Es ist der letzte Akt eines schaurigen Drama s!"
Der Italiener wandte sich wieder zu dem Feuerund beugte sich darüber hin, bei sich selbst murmelnd.
Maltravcrs blieb stumm und nachdenklich. Jetztwar der Augenblick gekommen, den Wahnsinnigen wie-der unter die freundliche Obhut seiner Familie zustellen — ihn dem Jammer, vielleicht sogar dem Hun-gertod zu entreißen, wozu ihn seine Flucht vcrurthcilthatte: — wenn er Cäsarini aufhalten konnte, bis deMontaigne ankam I
Gemäß dieser Ucbcrlcgung zog er in aller Stilledie Brieftasche, die auf dem Tisch gelegen, vor sichhin — und während Cäsarini ihm noch den Rückenzukchrtc, schrieb er hastig ein paar Zeilen an de Mon-taigne. Als sein Diener mit dem Wein und Fleischwieder cintrat, folgte ihm Maltravcrs zum Zimmerhinaus, und hieß ihn das Billct unverzüglich besorgen.Bei seiner Rückkehr fand er Cäsarini mit aller Ge-fräßigkeit des Hungers die vor ihm stehenden Speisenverschlingend. Es war ein fürchterlicher Anblick! DerVerstand zerstört — der Geist verdunkelt — das wilde,trotzige Thier allein noch übrig!
Als Cäsarini seinen Hunger gestillt, rückte erMaltravcrs näher und redete ihn so an:
„Ich muß Euch in die Vergangenheit zurückführen.