Druckschrift 
6 (1838)
Entstehung
Seite
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Ich habe gegen Euch und die Todtc gesündigt; aberder Himmel hat Euch gerächt und mich könnt Ihr be-mitleiden und mir verzeihen. Maltravers, noch einSchuldigerer ist da, als ich aber der ist stolz, glück-lich und angesehen. Sein Verbrechen hat der Him-mel der menschlichen Rache überlassen I Ichmachte mich durch einen Eid verbindlich, seine Schur-kerei nicht zu enthüllen. Ich tilge diesen Eid^ jetzt,denn die Kunde davon soll sein Leben und das mci-nigc überdauern. Und obgleich sie mich für wahnsinnighalten die Wahnsinnigen sind Propheten undeine feierliche Uebcrzcugung, eine Stimme die nichtvon dieser Erde ist, sagt mir, daß er und ich schonim Schatten des Todes wandeln."

Hier erzählte Cäsarini mit der rahigen und schar-fen Genauigkeit völliger Besonnenheit mit einerAusführlichkeit hinsichtlich aller einzelnen Thatsachcnund Umstände, die, bei einem Menschen, dessen Augenschon seine fürchterliche Krankheit vcrricthcn, in ihrer-Wirkung etwas unendlich Schauerliches hatte dieRathschläge, die Ucberrcdung, die Tücken Lnmlcp's.Langsam und klar prägte er dem Herzen Maltravcrs'die schmerzliche Erzählung ein von kalter Tücke, welchesich der heftigen Leidenschaft mit schlauer Berechnungals ihres Werkzeugs bedient hatte; und beschloß seineErzählung mit den Worten:

Jetzt wundert Euch nicht mehr, daß ich bis zudieser Stunde lebe warum ich gelechzt habe nachder Freiheit, trotz Entbehrung und Hunger, unter