Druckschrift 
6 (1838)
Entstehung
Seite
83
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seine schmutzigen Kleider, der Anstrich von Dürftigkeitund Mangel, der über seiner ganzen Erscheinung lag,unwiderstehlich zum Mitleid aufricfcii. Trotz den ängst-lichen und dringenden Empfindungen, welche auf ihmlasteten, konnte doch Maltravcrs die so erbetene Be-sprechung nicht abschlagcn. Er entließ die Aufwärtcrund winkte Cäsarini sich zu setzen.

Der Italiener rückte näher an das Feuer, dasjetzt hell und lustig brannte, und seine magernHände gegen die Flamme haltend, schien er das phy-sische Wohlbehagen der Wärme zu genießen.Kalt,kalt," sagte er jammervoll, wie zu sich selbst;dieNatur ist eine sehr bittere Beschützerin. Aber Frostund Hunger sind wenigstens gnädiger als Sklavereiund Finstcrmß!"

Zn diesem Augenblick trat Trusts Diener ein, umzu fragen, ob sein Herr keine Erfrischungen nehmenwolle, denn unterwegs hatte er kaum eine Speise an-gcrührt. Und während jener fragte, wandte sich Cä-sarini hastig und aufmerksam herum. Seine Gcberdcwar nicht zu mißverstehen. Wein und kalte Speisenwurden bestellt; und als der Diener sich entfernt hatte,wandjc sich Cäsarini zu Maltravcrs mit einem seltsa-men Lächeln und sagte:Ihr seht, wozu die Liebe zurFreiheit die Menschen bringt! Im Kerker hatte ichUcberfluß! Aber ich habe von Menschen gelesen, welchelustig schmausten vor ihrer Hinrichtung Sic nichtauch? und meine Stunde ist nahe. Diesen ganzen

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