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schäften erst halb entwickelt. Er wußte, daß sie schön,aufrichtig, zärtlich war; aber er kannte nicht alle ihreTugend, ihre Treue und den Adel, die Gott in ihreSeele gepflanzt hatte. Sie kamen von einander —Keines erfuhr etwas von des Andern Schicksal. Ersuchte nach ihr ängstlich aber umsonst; lange nagtenKummer und Rene an ihm und ihr Gcdächtniß warfeinen Schatten über sein Dascpn. Aber noch einmal
— denn seine Liebe hatte nicht die hohe Heiligkeit derihrigen, sie war treu! — suchte er bei Andern den Zau-ber zu erneuern, den er mit ihr verloren hatte. Um-sonst — lange, lange umsonst. Alice, Du weißst, vonWem diese Geschichte handelt. Nein, höre noch weiter.Ich habe von dem alten Mann drüben gehört, Duscpcst vor vielen Jahren Zeugin einer Scene gewesen,die Dich auf den Wahn brachte, eine Nebenbuhlerinzu sehen. Es war nicht so — jene Dame lebt noch
— damals, wie jetzt, war sie nnr meine Freundin,nicht mehr.. Ich gestehe, daß cs eine Zeit gab, womeine Phantasie mich zu ihr hinzog, aber mein Herzwar immer Dir treu."
„Gesegnet scyst Du für diese Worte!" flüsterteAlice und drängte sich vertraulicher an ihn. Er fuhrfort: „Umstände, von welchen Du in ruhigeren Stun-den weiter hören sollst, hätten beinahe wieder- meinSchicksal mit einer Andern durch eine Heirath verknüpft.Ich hatte Dich damals, von Dir unbeobachtet, vonFerne gesehen — Dich gesehen, dem Anschein nachumgeben von Wohlstand und Rcichthum; und ich pries