„Wenn je wir über'» Minister klagen,
Gleich Heists: „dies Bauerngeschrei woher?
Wol wahr, daß wir harte Steuern tragen.
Doch — Herrlichkeit liebt seine Frau so sehr!
Wol ist er nicht stet« unser bester Berather,
Doch — Herrlichkeit ist so ein zärtlicher Vaterl"Ich habe in einem srnbern Kapitel bemerkt, daß dieungebürliche Achtung vor dem Geld einen falschenMaßscab der moralischen Beurtheilung Hervorrufe;daß respektabel das Lieblingswort unseres Lobessei, wie tugendhaft bei den Alten, und daß einMensch bei uns respektabel sein könne, ohne zndiesem Respekt durch seine Tugenden berechtigt zusein. Daraus folgt, daß Achtung vor dein öffent-lichen Ruf oft nichts als Achtung vor den allgemeinenVorurtheilen fein durfte, und daß dieselbe, obwolan sich eine Tugend, gar häufig weder auf Tugendin Andern gerichtet ist, noch Tugend in Ander»hervorruft. Indessen bleibt dieser Zug immer einegroße, edle Grundlage für künftige Gebäude: — diegegen moralische Auszeichnung gleichgilligen Natio-nen sind es, an welchen die Verbesserer verzweifelndurften: ein Volk welches vor Dem, was es alsgut an steht, Achtung hat, cntdekt früher oder späterworin das Gute wirklich besteht. Glüklicherweiseist die Aufmerksamkeit unserer Landsleute jezt aussich selbst gerichtet; der Geist der Selbstprüfung isterwacht; sic lachen über den hyperbolischen Egois-mus, worin sie ehmals schwelgte»; sie entnehmen