Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
Seite
19
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IS

Personen jedes Gemeinwesens sollten öffentlich Zu-sammenleben: Ungeselligkeit im Leben ist schwer-lich die Mutter geselliger Tugenden.

Wenn aber nicht das Bewustsein der Freiheit,welche Ursachen sind es denn, die unter uns jeneNeigung zur Ungeselligkeit Hervorrufen, diewir durch den mildern Namen der Häuslichkeitadeln? Meines Erachtens sind es zwei Haupt-gründe; der eine liegt in der Gewohnheit des Han-dels, der andere in dem seit lange bestehenden Ein-fluß einer sehr eigenthümlichen Form der Aristokratie.

In Bezug auf erster« Ursache dürften wir wolohne sonderliche Schwierigkeit zugeben, daß es offen-bar im Wesen des Handels liegt das Gemüth vondem Streben nach Vergnügungen abzuziehen. Er-müdet von dem mannigfaltigen Verkehr des Tagesbeschränkt der Kaufmann seinen Wunsch nach Ab-spannung auf das eigene Haus, und bedarf für dieNacht eher Ruhe als Zeitvertreib; daher finden wirin der Regel eine gewisse Gleichgiltigkeit gegenUnterhaltung, die sich von etwaigem Ernst der Na-turanlage vollkommen unterscheidet, als bezeichnen-des Merkmal der handeltreibenden Nationen. Sietrit nicht minder bei den Amerikanern und Hollän-dern, als bei den Engländern hervor, währendLeztere in ihrem gesellschaftlichen Zustand wiederbedeutende Gegengewichte gegen den kaufmännischenGeist haben. Ich hatte vor Kurzem die Ehre beieinem jnngen Reisenden «us Amsterdam eingeführt